Brauerei Maisach GmbH
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Fünf gute Gründe für Maisacher Bier

Warum ist Maisacher Bier nur 5 Monate haltbar?

Um eine Mindesthaltbarkeit von über 6 Monaten zu erreichen, werden die Biere der Großbrauereien intensiv gefiltert und pasteurisiert beziehungsweise kurzzeiterhitzt. Durch diese Behandlungsmethode werden die vielen nachgewiesenen Inhaltsstoffe wie z.B. Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe stark reduziert. Nachdem die Biere der Brauerei Maisach nur regional verkauft werden, sind die intensiven Maßnahmen zur Verlängerung der Haltbarkeit nicht notwendig. Handwerklich gebrautes Bier ist daher frischer, aromatischer und wertvoller.

Was ist in Maisacher Bier eigentlich drin?

Das legt das Reinheitsgebot fest: Hopfen, Malz, Wasser und Hefe. Entscheidend ist aber die Qualität der Rohstoffe. Billige Braumalze oder Hopfensorten aus Frankreich oder den Ost-Ländern sind in Maisach tabu.
Die Brauerei Maisach verwendet nur Produkte aus neutral kontrolliertem Anbau der Region. Auf diese Weise werden die einheimischen Landwirte und Hopfenbauern unterstützt und die Transportwege kurz gehalten.

Was macht dunkle Biere dunkel?

Dunkles Bier wird "traditionell" in eigenen Brauvorgängen unter Verwendung spezieller Malzsorten hergestellt. Dabei erzeugen dunkle Malze nicht tiefdunkles, sondern eher rotbraunes Bier. Es gibt aber auch eine zeitsparendere Methode. Durch Zugabe von Farbebier wird ein helles Bier im Handumdrehen zu einem Dunklen. Damit lässt sich auch leicht eine beinahe schwarze Färbung herstellen. Dieses Verfahren wird von Brauereien verwendet, die eigene Sudvorgänge für zu aufwendig halten. Unser "Räuber Kneißl Dunkel" ist ein "echtes" Dunkles. Natürlich!

Ist Bierbrauen noch ein Handwerk?

Bei uns schon! Weil wir uns Zeit nehmen für unsere Biere. Für einen Sud benötigt man acht bis neun Stunden. Deshalb brauen wir maximal zwei Sude
pro Tag. So wird jeder Sud einzeln behandelt und kann jederzeit vom Braumeister beeinflusst werden. Industriebrauereien bringen es auf bis zu zwölf Sude pro Tag. Das ist zwar "effizienter", lässt aber eine "Betreuung" nur noch per Computer zu. Entsprechendes gilt für den Reifungsprozess. Was bei uns sechs Wochen dauert, wird in Großbrauereien oft auf 14 Tage komprimiert. Maisacher Bier ist also "handgebraut". Und das tut ihm gut.

Wie und warum werden Holzfässer gepicht?

Holzfässer müssen in bestimmten Abständen  gepicht werden. In der Regel kann ein neu gepichtes Fass vier- bis fünfmal befüllt werden, bevor eine frische Pechschicht eingebracht werden sollte. Diesen Vorgang nennt man Pichen und dient dazu, Holzporen und Fugen zu überdecken, aber auch um ein Austreiben der Kohlensäure zu verhindern. Mit so einer Harzbeschichtung ist eine glatte Oberfläche im Fass gewährleistet – es kann problemlos und hygienisch gereinigt werden.

Der Pichvorgang  unterteilt sich in zwei grundlegende Schritte: das Entpichen und das Bepichen. Dies geschieht bei Temperaturen zwischen 180 – 200°C. Das Entpichen dient zum Ausbringen des Altpechs aus dem Holzfass mit relativ hohen Temperaturen. Beim Bepichen verwendet man frisches Pech, welches ebenfalls bei Temperaturen ab 180°C im flüssigen Zustand mit Hilfe eines Pichbocks in die entpichten Fässer gespritzt wird. Das Brauerpech wird hauptsächlich aus Kiefern- und Lärchenharz gewonnen.

Das Pichen bedeutet einen großen technischen sowie personellen Aufwand, deshalb haben mittlerweile alle Brauereien das Pichen von Holzfässern eingestellt. Die Brauerei Maisach möchte dieses Handwerk nicht in Vergessenheit geraten lassen und deshalb die brauereieigene Picherei
weiterhin betreiben.